Januar 25, 2021

Er kommt zu schnell – Was kann helfen?

von Jacqueline
moramore I Er kommt zu schnell I Katze beschämt

Sex ist etwas so unglaublich Schönes, dass wir es am liebsten sehr lange genießen wollen. Frauen benötigen im allgemeinen sowieso etwas länger als Männer, um ordentlich in Fahrt zu kommen. Und wenn sie gerade einmal soweit sind, ist auf einmal alles schon wieder vorbei. 

Was zu früh kommen bedeutet und was ihr dagegen tun könnt, wir erklären es euch hier. 

Er kommt zu schnell – Was bedeutet zu Frühes kommen? 

Sind es nur wenige Minuten, Sekunden oder ist es schon beim Vorspiel vorbei? 

Was „zu früh“ bedeutet ist natürlich Schwer zu deduktiveren. Während einige mit ein paar Minuten zufrieden sind, wollen andere am liebsten eine Stunde durchhalten. 

Der durchschnittliche Mann kommt, entgegen der ganzen Vorstellungen, bereits nach etwa 5 Minuten. Deshalb könnte man Minuten also schon als gewöhnlich deuten, obwohl hier die Unterschiede natürlich sehr groß sind. 

Meist spricht man aber von einem vorzeitigen Samenerguss, wenn Männer nicht mehr willentlich kontrollieren können, ob sie kommen oder nicht. 

Haben das nur „junge“ Männer? 

Auch nach der Jugend kann ein Vorzeitiger Samenerguss immer auftreten. Ein Leben lang. Es hat also nichts mit deinem Alter zu tun. Das kannst du auch gerne in diesem Beitrag über den Männlichen Orgasmus lesen. Häufig ist es allerdings so, dass die Beschwerden mit der ersten sexuellen Erfahrung beginnen und sich dann durch das weitere Leben ziehen, unabhängig vom Sexualpartner und der jeweiligen Situation.

Übrigens: Auch beschnittene Männer leiden, laut einer Studie, genauso oft, wie jene die eine Vorhaut besitzen, an einem frühzeitigen Samenerguss. 

Er kommt zu schnell – Was steckt dahinter? 

Nur weil ihr zu früh kommt, heißt es nicht, dass dies gleich Krankhaft ist. Viel eher spielen hier innerer Druck, Anspannung und Stimmung in der jeweiligen Situation eine große Rolle. Das „Problem“ besteht erst, wenn es regelmäßig oder dauerhaft auftritt. 

Es wird folglich unter psychischem und physischem Problem unterschieden: 

Körperlich könnte eine physische Erkrankung zugrunde liegen, wie etwa Diabetes oder eine Harnwegsentzündung. Auch Drogen oder verschiedene Medikamente können zu einem frühen Abschluss führen. Durch eine Balanitis ( Eichelentzündung), ein verkürztes Penisbändchen, eine Harnröhrenentzündung, eine Prostatitis oder eine Schildrüßenunterfunktion können diese Probleme auch entstehen. Im besten Fall zieht ihr bei einem bestehenden, regelmäßigen Problem einen Arzt zu Rate, welcher euch meist schnell mit Medikamenten aushelfen kann. Er kann dich aber auch zu einem Sextherapeuten überweisen. 

Psychisch liegt es oft an zu viel Stress, zu hohe Erwartungen oder Beziehungsproblemen. Auch hier kann natürlich ein Arzt zu Rate gezogen werden. 

Meist liegt dem ganzen ein Kreislauf zugrunde, da durch Stress ein frühzeitiger Samenerguss besteht und bei erneutem Versuch, Versagensängste bestehen. Wichtig ist hier: Ruhe bewahren! Es passiert sehr vielen Männern und ist ein weit verbreitetes Problem, welches dir keine Angst oder Sorgen bereiten muss. 

Solltest du einen festen Sexualpartner haben, spreche mit ihr/ihm darüber, um verschiedene Gedanken aus dem Weg zu räumen. 

Welche Folgen hat das „Problem“ für die Betroffenen? 

Es kann natürlich zu einer überheblichen Belastung der Männer führen, da sich das Problem meist auf das Selbstwertgefühl überträgt. Dadurch verfallen Betroffene oft in eine Art Vermeidungsverhalten, was auch Stress und Anspannungen verstärkt und gleichzeitig weitere Erektionsstörungen hervorruft. Der jeweilige Partner oder die Beziehung werden so stark in Mitleidenschaft gezogen. 

Körperlich bestehen allerdings keine Risiken für dich. 

Er kommt zu schnell – Was kann helfen? 

Es gibt verschiedene Cremes und Gele, welche dir helfen könnten. Sie betäuben die Eichel leicht, um dir das intensive Gefühl zu nehmen. auch Kondome können hier weiterhelfen, da sie das Gefühl etwas mindern. 

Meist liegt der Grund allerdings, wie auch bei der Frau, im Kopf. Ihr könnt das „zu Frühe kommen“ trainieren. 

Was, wenn die Beziehung leidet? 

Wichtig ist, dass ihr mit eurem Partner darüber sprecht. Ihr habt sicherlich herausgelesen, dass das Problem oft einen Kreislauf mit sich zieht, welchen ihr etwas umgehen könnt, indem ihr euch gegenüber eures Partners öffnet. Redet darüber und versucht gemeinsam Lösungen zu finden. Wichtig ist, dass du deine Partnerin auch ohne Penetration befriedigen kannst. Sextoys können hier den Druck von der jeweiligen Situation nehmen und gleichzeitig neuen Schwung in eure Beziehung bringen. 

Für den Sexualpartner ist es wichtig, Verständnis zu zeigen. Habe ein offenes Ohr und biete deinem Partner Möglichkeiten an, das Problem aus der Welt zu schaffen. 

Es gibt Techniken und Trainings, die ihr gemeinsam durchführen könnt. 

Welche Techniken gibt es?

  1. Die Stop and Go Technik: Wir wissen, dass man sich leicht in Rage bringt, allerdings kann es doch auch manchmal ganz schön sein, zwischendurch das Tempo herunterzufahren. Verwöhnt euch gegenseitig, heizt euch an und baut Pausen ein. Das hilft nicht nur ihm, sondern kann auch ihr einen schöneren, intensiveren Orgasmus bescheren. Das kannst du gerne auch nochmal in unserem Artikel „Starke Orgasmen“ oder „Multiple Orgasmen“ nachlesen. Das Ganze macht aber nicht nur Spaß, es sorgt auch als Training für ihn! 
  2. Die Squeeze-Technik: Der Sexualpartner drückt hierbei kurz bevor der Mann zu Kommen droht, mit dem Daumen, Zeige- und Mittelfinger auf einen Punkt direkt unter dem Rand der Eichel. Versuch möglichst fest für etwa 15 Sekunden lang zu drücken. Seine Erregung wird zurückgehen und auch sein Penis wird leicht erschlaffen, aber damit habt ihr die „Gefahr“ erst einmal gebannt. Diese Technik kann der Mann auch beim Üben anwenden, um seinen Penis etwas besser zu kontrollieren. Außerdem kehrt so das Gefühl von Macht wieder zurück, was sich gut auf deine Psyche auswirken kann.
  3. Setze deine Hüfte ein: Führe nicht nur pure Stoßbewegungen durch, sondern kreise oder schiebe dich von links nach rechts. Der Rest deines Körper bleibt dadurch still. Du kontrollierst damit deinen Blutdruck und gerätst nicht allzu schnell in Wallung. 

Fazit:

Du bist ganz sicher nicht alleine mit diesem „Problem“. Eine Studie ergab, dass 20 Prozent der Männer der Meinung sind, dass sie zu schnell zum Höhepunkt kommen. Allerdings gilt auch, dass dies einer subjektiven Wahrnehmung unterliegt. Sollte dein „Problem“ länger bestehen und dich unglücklich machen, dann besuche doch einfach mal einen Arzt und bespreche mit ihm, wie du dich fühlst. Wichtig ist es, immer deinen Partner/in mit einzubeziehen. Sprecht gemeinsam über eure Probleme, Wünsche, Erwartungen und schult euch, damit ihr beide wisst, was der jeweilig andere mag. 

Falls ihr gerne ein paar Sextoys ausprobieren wollt, können wir euch eis.de empfehlen. 

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren.

  Dein Moramore-Team ♡

PS: Wir schreiben für Ihn und für Sie. Der Einfachheit halber verwenden wir aber keine Genderisierung. Wir hoffen das ist ok 🙂