Januar 22, 2021

Vaginaler Orgasmus – Wieso wir ihn so lieben?

von Jacqueline
moramore I vaginaler Orgasmus I Frau liegend

Wir können auf unglaublich viele Arten und Weisen Orgasmen erleben, was wir bereits in diesem Artikel ergründet haben.

Aber wieso ist der Vaginaler Orgasmus dabei so beliebt? 

Diese Frage und wie ihr ihn sogar trainieren können, erklären wir euch hier! 

Die Meisten denken im Zusammenhang mit dem weiblichen Orgasmus immer zuerst an den klitoralen Höhepunkt. Das wir aber von einer Vielzahl an Orgasmen profitieren können, ist uns meist gar nicht bewusst. Laut der Plattform OMGYes.com kommen 75 Prozent der Frauen durch Stimulation des Kitzlers auf ihre Kosten. Nur 25 Prozent kommen zu einem vaginalen Höhepunkt. 

Vaginaler Orgasmus – Wie viele Frauen haben denn überhaupt einen? 

Aus einem Artikel von Franziska Vystrcil vom 26. April.2020 in der Elle geht hervor, dass nur 17 Prozent der Frauen regelmäßig zu einem Höhepunkt kommen. Wenigstens kämen aber 47 Prozent meistens zum Happy End. Viel aussagekräftiger ist allerdings, dass sieben Prozent nie zum Höhepunkt kommen. Welche Arten des Orgasmus es gibt und wie du auf unterschiedliche Art und Weise auch du zu deinem Abschluss kommst, erklären wir dir hier

Vaginaler Orgasmus – Was ihn so besonders macht? 

Definitiv ist es einfacher Klitoral erregt zu werden. Keine Frage! Durch die Reibung des Penis, durch Finger, sowie mit der Zunge kann die Körpermitte stimuliert werden. Das ist der große Unterschied zu unserem vaginalen Orgasmus. Denn bei ihm brauchen wir nur eines: Den Penis oder eben etwas ähnliches… 

Der vaginale Orgasmus hat es aber ziemlich in sich. Er kündigt sich meist langsam an. Man spürt ihn von tief innen und lässt dich oft etwas lauter werden. 

Viele Frauen sind begeistert von ihm, da er intensiver, länger und damit auch befriedigender ist. 

Die unterschiede zwischen einem vaginalen und klitoralen Orgasmus? 

Wie schon oben beschrieben, kann die klitorale Befriedigung auf unterschiedliche Weise erreicht werden. Viel schwieriger ist der vaginale Orgasmus, da man für ihn den G-Punkt oder A-Punkt erreichen muss. Diese sind natürlich umständlicher zu treffen, als der von außen sichtbare Kitzler. 

Zudem muss man leider sagen, dass der vaginale Orgasmus meist nicht durch einseitige Stimulation geschieht. Er ist praktisch auf die Erregung der Klitoris angewiesen. Also heißt es hier auch noch doppelte Arbeit. 

Damit es euch aber trotzdem gelingt, stellen wir gerade eine Liste der besten G-Punkt Vibratoren zusammen. 

Vaginaler Orgasmus – der Einzig richtige Orgasmus? 

Sigmund Freud beschäftigte sich einst mit dem vaginalen Orgasmus und nannte ihn den „reifen“ Orgasmus. Für ihn galt der klitorale Orgasmus als eine Art „Trostpreis“ für die Frauen, denen der übliche Sex mit ihrem Partner nicht reichte. Das würde ja aber bedeuten, dass wir nur Sex mit unserem Partner haben und das stimmt so ja dann doch nicht…

Übrigens! Ist jede Art von Orgasmus (die Arten findest du in diesem Beitrag erklärt) auf seine Art besonders, befriedigend und intensiv. Allerdings ist der vaginale Höhepunkt unglaublich schwer zu erreichen und deshalb so exklusiv. 

Wo finde ich denn den G-Punkt?

Der vaginale Orgasmus ist wirklich schwer zu erreichen. Klar, dass deshalb sehr wenige Frauen auch an seine Existenz glauben.

Ärzte, wie auch Wissenschaftler erklären, dass die Vagina weniger Nerven hat und deshalb auch von außen stimuliert werden muss. 

Während du also deine Klitoris reizt, kannst du auf die Suche gehen. Hier eine kleine Wegbeschreibung: 

„…Wenn man zwei Finger einführt und seine Fingerkuppen in Richtung Bauch drückt, sollte Frau eine leicht raue Stelle erfühlen können…“, so FitForFun Redaktion in ihrem Artikel. 

Meist liegt hier auch der Grund für die ausbleibenden Höhepunkte: Lerne dich etwas besser kennen. Viel zu wenig Frauen beschäftigen sich mit ihrem eigenen Genuss. Es ist wichtig, dass du weißt, was dich stimuliert. 

Vaginaler Orgasmus – Und dahin muss auch die Aufmerksamkeit! 

Sich selbst kennenzulernen ist wirklich besonders wichtig, um überhaupt einen Höhepunkt zu haben. Nur wenige haben „Glück“ und erreichen durch Zufall, ohne Können des Sexualpartners oder ohne vorherigem herantasten, den richtigen „Punkt“. 

Wenn du zu diesen Glücklichen gehörst, kannst du gerne weiter scrollen, alle anderen schauen jetzt genau hin. Denn, wenn ihr euch das nächste Mal berührt oder von eurem Partner stimuliert werdet, richtet eure Aufmerksamkeit genau dahin, wo ihr sie haben wollt.

Es ist wichtig, eurem Körper die Richtung zu weisen. 

Dabei solltet ihr aber auch nicht in euer Gedankenkarussell verfallen. Bleibt da, genießt und seid nicht traurig, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. 

Seht es als Einladung, es wieder zu versuchen! 

Schau hierfür gerne einmal bei unserem Artikel zum „Ersten Orgasmus – Was steckt alles dahinter?“ vorbei. 

Wieso erleben alle Frauen den Orgasmus so unterschiedlich? 

Forscher fanden heraus, dass Frauen je nach Erregungstechnik unterschiedlich darauf reagieren und deshalb verschiedene Orgasmen erleben. Durch Drücken oder reiben der Klitoris werden eine ganze Reihe an Frauen erregt. Andere sagen, dass sie sich bewegen müssen, um einen richtigen Orgasmus zu erhalten. Genau das ist auch bei der vaginalen Stimulation der Fall. Bewegung sorgt dafür, dass das Blut in Wallung gerät und dein Körper durch die Durchblutung mehr spürt. So beschreiben Frauen den vaginalen Orgasmus auch eher als ganzheitlichen, intensiveren Höhepunkt. 

Mädels, also gehts wohl beim nächsten Mal nach oben. Damit sorgst du nicht nur für dein Wohl, auch er wird davon profitieren. Das kannst du auch gerne in diesem Artikel nachlesen „Männlicher Orgasmus – Wir klären auf“. 

Damit ihr aber nicht ganz auf euch gestellt seid, haben wir hier ein paar Punkte für euch zusammengefasst. So klappt es also auch bei euch mit dem vaginalen Orgasmus: 

  1. Das Vorspiel: Es ist wirklich sehr umstritten und doch sollte es in keinem Liebesleben fehlen. Das Vorspiel. Und Mädels, lasst euch hier nicht einreden, dass nur ihr davon profitiert. Auch für euren Partner ist das Vorspiel heilig, denn damit kann auch er seinen Orgasmus intensivieren. Ihr könnt dazu gerne unsere Artikel zum „Trockener Orgasmus“ lesen. 
  2. Erogene Zonen: Ach wir haben so unglaublich viele davon und doch werden sie meist völlig außer Acht gelassen. Die lieben erogenen Zonen. Es heißt sogar, je mehr davon stimuliert werden, desto besser ist letztlich der Orgasmus – Für dich UND für ihn! 
  3. Der G-Punkt: Oben haben wir schon geklärt wie du hier am Besten vorgehst. Mit der Wegbeschreibung klappt es ganz sicher. 
  4. Beckenboden- YEY: Ich schreibe immer wieder darüber und er ist wirklich so wichtig, dass ich es jedes Mal aufs Neue betonen kann. Anspannung und Entspannung sind wohl die wichtigsten zwei Dinge, die ihr in eurem (Sex-) Leben benötigt. Wenn ihr diese Methode erst einmal richtig drauf habt, erlebt ihr die genüsslichsten Höhepunkte! Auch hier könnt ihr wieder alleine üben. Dazu stehen euch bei eis.de eine Reihe von tollen Sextoys zur Verfügung. 
  5. Variiert in Sexstellungen: Natürlich lieben wir Menschen das zurechtgelegte Skript, schließlich kann dabei nichts schief gehen. Aber! Du solltest dich wirklich ausprobieren, um (neue) Höhepunkte zu erfahren. Zum Beispiel die Löffelchenstellung kann dabei weiter helfen. Da der Partner von hinten in dich eindringt, trifft er damit hervorragend den G-Punkt. Zusätzlich kann er durch die tolle Position deinen Kitzler stimulieren. 

Fazit: 

Nicht viele Frauen gelangen überhaupt zu einem Orgasmus, trotzdem wollen die, die ihn erleben, ihn natürlich perfektionieren. Es gibt viele unterschiedliche Wege einen Orgasmus zu erleben, was wir auch schon in diesem Beitrag erklärt haben. Wenn ihr geübt seid und nur neue Techniken ausprobieren wollt, wäre vielleicht auch dieser Artikel zu Multiple Orgasmen für euch perfekt. 

In jedem Fall solltet ihr euren Beckenbodenmuskel trainieren, loslassen und einfach Mal genießen. Dann klappt es sicher auch bei euch. 

Viel Spaß beim Ausprobieren, 

für mehr Liebe, Lust und Leidenschaft. 

Dein Moramore-Team ♡

PS: Wir schreiben für Ihn und für Sie. Der Einfachheit halber verwenden wir aber keine Genderisierung. Wir hoffen das ist ok 🙂