Januar 26, 2021

Verhütungsmittel – Wie du Spaß hast, ohne Angst zu haben

von Jacqueline
moramore I Verhütungsmittel I Tablettenherz

Verhütungsmittel gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Natürlich, denn nicht immer, wenn wir Sex haben, wollen wir auch gleichzeitig eine Schwangerschaft. Manchmal liegt es aber auch gar nicht an der ungewollten Fortpflanzung, sondern an der Verhütung von sexuell übertragbaren Krankheiten und/ oder hormonellen Schwankungen. Aber zu welchem Verhütungsmittel greife ich denn? Möchte ich eine Methode auf hormoneller Basis oder doch lieber eine mechanische? Will ich mich dafür unters Messer legen oder doch lieber chemisch verhüten? 

Welche Verhütungsmittel gibt es denn überhaupt? 

Die Pille 

Sie kennt wahrscheinlich jeder. Da sie eine ziemlich hohe Sicherheit verspricht weshalb Ihr Name am häufigsten beim ersten Frauenarzt-Besuch fällt. Sie sorgt dafür, dass ihr weniger Schmerzen während euer Periode habt und hilft teils auch gegen Akne. Allerdings hat die Anti-Baby-Pille auch sehr viele Nachteile. Zum einen könntet ihr an Gewicht zu nehmen, sie erhöht das Thromboserisiko, vor allem bei langer Einnahme kann es zu Libidoverlust kommen. Auch Kopfschmerzen, Scheidenentzündungen, Blutungsstörungen und Brustspannen werden von vielen Frauen oft als Nebenwirkung genannt. 

Bei Einnahme der Pille gilt besondere Vorsicht, wenn ihr Durchfall habt oder ihr Erbrechen müsst. Dies kann sie nämlich unwirksam machen und dazu führen, dass ihr trotz Verhütung Schwanger werdet. Bitte lest euch ganz genau die Verpackungsbeschreibung durch, solltet ihr trotzdem nicht sicher sein, sucht das Gespräch mit eurem Frauenarzt. 

Die Minipille 

Sie hat weitaus geringere Nebenwirkungen als die Pille und ist sogar während der Stillzeit anwendbar. Ihr großer Nachteil ist aber definitiv, dass sie immer zur exakt gleichen Zeit eingenommen werden muss.

Natürliche Verhütung, Billings-Methode, Temperaturmethode

Ihr wollt keine „Medikamente“ nehmen und auch nicht hormonell in euren Zyklus eingreifen, dann bieten sich diese Methoden besonders für euch an. Hierbei ist es wichtig seinen eigenen Zyklus kennenzulernen. Nicht alle Zyklen sind schließlich 28 Tage lang. Das Schöne ist also, dass ihr euch selbst sehr gut kennenlernt, was aber auch gleichzeitig ein Nachteil sein kann. Leider fordern diese Methoden eine lange Lernphase. An fruchtbaren Tagen ist trotzdem eine Mechanische Verhütungsmethode erforderlich. 

Wollt ihr mehr zu diesen Verhütungsmethoden lesen: Dann können wir euch den netdoktor.de empfehlen. Sie führen diese Themen etwas genauer aus und können dich wissen lassen, wie du am besten vorgehst. 

Dreimonatsspritze 

An ihre Einnahme musst du nicht ständig erinnert werden, schließlich liegt ihre Verabreichung meist von Seiten des Frauenarztes fest. Ihre Wirkung hält drei Monate an und ist damit am „pflegeleichtesten“. Sie bietet aber auch unheimlich viele Nachteile. Zum einen können Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Akne, Depression, Gewichtszunahme und Müdigkeit auftreten. Zum anderen der Libidoverlust, Zwischenblutungen, Haarausfall und sie erhöht das Osteoporose Risiko. Allgemein wird sie von Frauen eher schlecht vertragen und wird meist auch nicht empfohlen, wenn nach dem Absetzen eine Schwangerschaft gewollt wird. Der Zyklus der Frau benötigt nämlich circa ein Jahr nach dem Absetzten der Spritze bis sie wieder regelmäßig einen Eisprung hat. 

Femidom 

Es ist das Kondom für die Frau und bietet eine Gewissheit und Schutz für sie. Denn anders als bei einem Kondom für den Mann, kannst du hier wirklich sicher sein, dass du vor Geschlechtskrankheiten geschützt bist. Die Anwendung ist aber ziemlich schwierig und deshalb solltest du sie zuvor einige Male üben. Es gibt durch den Schwierigkeitsgrad viele Anwendungsfehler und den Sex musst du leider unterbrechen, was als ziemlich Störend empfunden werden kann.

Hormonspirale 

Sie ist ebenso wie die Dreimonatsspritze leicht in der Handhabung. Schließlich musst du an ihre Erneuerung nur alle fünf Jahre denken. Mit ihr musst du dich kaum mit irgendwelchen Verhütungsmethoden auskennen und es gibt auch keine Anwendungsfehler, da sie dir von einem Arzt eingesetzt wird. 

Die Nachteile sind Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Libidoverlust, Akne, unregelmäßige Blutungen und die Gefahr des verrutschens der Spirale, welche dann keinen Verhütungsschutz mehr bietet. 

Kupferspirale 

Sie ähnelt der Hormonspirale, ist allerdings ohne Hormone. Sie bietet nicht die üblichen Nachteile, hat es aber auch in sich. Regelschmerzen, Bluttungsstörungen, Eileiterenttzündungen und Eileiterschwangerschaften gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen. Aufgrund dessen solltest du sie eher verwenden, wenn deine Familienplanung bereits abgeschlossen ist.

Vaginalzäpfchen 

Das Zäpfchen ist auch kein hormonelles, aber ein chemisches Verhütungsmittel. Dieses bietet eine einfache Anwendung und muss nur eingesetzt werden, bei dem Vorhaben des Geschlechtsverkehrs und enthält keine Hormone. Nachteil ist, dass es ein brennendes, warmes Gefühl auslösen kann. Sie ist vor allem nicht sehr sicher, weshalb du sie mit anderen Verhütungsmethoden kombinieren solltest. Auch eine Wartezeit ist zwischen dem Einführen des Zäpfchens und dem Geschlechtsverkehr notwendig. Um ehrlich zu sein hört sich diese Methode nicht gerade romantisch an…

Verhütungsring 

An ihn musst du auch nicht regelmäßig denken und Durchfall und Erbrechen haben keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit. Leider zählen aber Brustschmerzen, Stimmungsschwankungen, Ausfluss aus der Scheide, Kopfschmerzen, Übelkeit, Scheidenentzündungen, Akne und Libidoverlust zu den häufigsten Nebenwirkungen.

Verhütungspflaster 

Es bietet sehr viele Vorteile für dich. Zum Beispiel wird der Wirkstoff direkt über deine Haut aufgenommen. Selbst wenn du sehr empfindlich bist, berichten nur wenige Menschen von Magen-Darm-Beschwerden.

Die Nachtteile sind ähnlich wie bei der Pille. 

Verhütungsstäbchen 

Das Stäbchen ist wohl der Gewinner, der Verhütungsmittel. Es gilt als das sicherste Verhütungsmittel. Bis zu drei Jahre wird für dich die Verhütung gewährleistet. Natürlich hat diese Methode aber auch Nachteile, denn auch sie hat Auswirkungen auf den natürlichen Zyklus der Frau. Es können Zwischen- und Schmierblutungen auftreten, Stimmungsschwankungen, Akne, Haarausfall, Spannen der Brüste, Infektion der Scheide,  Kopfschmerzen und Libidoverlust gehören auch zu den Nebenwirkungen, welche sie bietet. 

Kondome 

Diese solltest du verwenden, um dich vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Kondome benötigen eine geringe Vorbereitung und auch keine Wartezeit. Außerdem sind sie preiswert und in jedem Drogeriemarkt, Tankstelle, Supermarkt etc. erhältlich. Ein Vorteil ist natürlich auch, dass sie keine Hormone enthalten und so nicht in den natürlichen Zyklus der Frau eingreifen. 

Hier könnte ein großer Nachteil für dich sein, dass das Liebesspiel unterbrochen wird. Zudem ist das Kondom nur bei richtiger Anwendung sicher. Deshalb schaut nach der richtigen Kondomgröße. 

Was sollte nicht vergessen werden?

Wichtig zu wissen ist, dass jeder für sich entscheiden muss, welche Verhütung für ihn am besten ist. Trotzdem solltest du auch immer an die übertragbaren Krankheiten denken, welche du einfach und schnell mit einem Kondom verhüten kannst. 

Natürlich gibt es auch Methoden, wie etwa die Vasektomie, also Sterilisation des Mannes, welche man nach abgeschlossener Familienplanung in Betracht ziehen kann. 

Viele Frauen wechseln im Laufe der Jahre ihre Verhütungsmittel. Hier kann es leicht passieren, dass einem ein Fehler unterläuft. Am Besten begleitet euch bei einem Wechsel immer die Frauenärztin, welche grünes Licht geben kann, sobald die neue Verhütungsmethode funktioniert. 

Was, wenn trotzdem etwas schief geht?  

Die Pille danach. Sie kannst du im Notfall! nutzen. Dieser Notfall tritt dann ein, wenn man ein paar Tage vor oder nach dem Eisprung Geschlechtsverkehr hat, jedoch die Verhütung nicht wirksam war. Bis zu fünf Tage können männliche Spermien in der Gebärmutter und den Eileitern überdauern. Kommt es zwischenzeitlich zu einem Eisprung, kann es zu einer Befruchtung kommen. 

Die Pille danach verhindert eine Befruchtung der Eizelle. Du solltest sie, so schnell wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, einnehmen.

Sie ist nicht verschreibungspflichtig und in jeder Apotheke erhältlich. 

Denke daran, den Rest des Monats „normal“ zu verhüten!! 

Nach der Einnahme kann sich die eigentliche Monatsblutung verschieben. Sollte für dich allerdings irgendetwas ungewöhnlich sein, dann gehe bitte zu einem Arzt und lass dich untersuchen. 

Nebenwirkungen der Pille danach können Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Erbrechen sein. Manche Frauen haben auch starke Kreislaufprobleme und können nach Einnahme kein Auto fahren. 

Wer starke Beschwerden hat, sollte einen Arzt hinzuziehen. 

Fazit: 

Wir haben hier wirklich nicht alle Verhütungsmittel aufgelistet, lediglich die Gängigsten, damit ihr eine kleine Übersicht bekommt. Trotzdem finde ich es gibt genügend Auswahl für alle. 

Falls ihr Fragen habt könnt ihr diese natürlich immer eurem Frauenarzt stellen. Sie können euch beraten und dafür sorgen, dass ihr das für euch „richtige“ Verhütungsmittel erhaltet. 

Vor allem vor dem „Ersten Mal“ ist es wichtig, sich ausreichend über alle Verhütungsmethoden zu informieren. Das und noch vieles mehr, erklären wir auch in diesem Artikel: „Erstes mal Sex“.

  Dein Moramore-Team ♡

PS: Wir schreiben für Ihn und für Sie. Der Einfachheit halber verwenden wir aber keine Genderisierung. Wir hoffen das ist ok 🙂